Karamysch (Kutter; Popowka; auch Pfaffenkutter, Parafej-Chutor, Brehning, Neumann)
Karamysch (Kutter; Popowka; auch Pfaffenkutter, Parafej-Chutor, Brehning, Neumann)
Wolgagebiet
Wohngebäude
Wohnhaus / Schkolnaja Str. 7
Historisches Denkmal. Städtebauliches und Architekturdenkmal. Baujahr: Anfang des 20. Jh. Traditionelles deutsches Bauwerk. Verputztes und weiß angestrichenes Lehmhaus mit Satteldach, mit Dachschiefer bedeckt. Das Haus hat einen Keller. Von neuen Hausbesitzern wurde ein Umbau im Grundriss vorgenommen: Ursprünglich war es ein ?, das später durch Zwischenwände eingeteilt wurde. Ursprüngliche Fensteröffnungen von 30 x 40 cm wurden erweitert, der damalige russische Ofen während einer der Renovierungen abgerissen. Im Innenbereich des Hauses gibt es einen Eingang zum Keller. Nach der Zerstörung der Treppenstufen wurde er in ein anderes Zimmer verlegt. Der gewölbte Kellerraum mit 4 m Länge und 3 m Höhe wird weiter genutzt. Im Hof gibt es einen weiteren Keller, der vermutlich anstelle einer Sommerküche angelegt wurde. In einem der Zimmer sind die Lehmwände (aus Steinen gemauert) mit einer Stärke von ca. 60 cm, und die Deckenbalken erhalten. Heutige Besitzer vermuten, dass eines der Zimmer früher evtl. vermietet wurde, denn es hat einen separaten Eingang aus dem Flur. Besitzerin: Lubow Konstantinowna Pestowa. Im Hof werden die noch aus der Zeit deutscher Kolonisten stammenden geschmiedeten Türen gelagert.
Wohnhaus / Schkolnaja Str. 17.
Historisches Denkmal. Städtebauliches und Architekturdenkmal. Baujahr: 1912. Das Datum ist mit Ziegeln gemauert. Das Haus wurde grundlegend umgebaut, ist aus Holz und mit Ziegeln verkleidet. Das Mosaikmauerwerk ist zweifarbig. Der Oberteil des Mauerwerks ist mit Reliefs in Dreieckform ausgeführt. Die Ziegelgesimse sind ebenfalls reliefartig. Walmdach, mit Dachschiefer bedeckt. Das Haus hat ein Hochfundament. Aus dem Hof führen zwei Eingänge: ein Haupteingang mit hoher ovalförmiger Freitreppenanlage (gemauert), die zweite Freitreppe ist nicht erhalten, es liegen nur Betonplatten. Im Haus sind die Außen- und Zwischentüren in Originalform erhalten. Ferner besteht im Flur ein Originalfenster, alle anderen Fenster wurden durch Kunststofffenster ersetzt. Zurzeit wurden im Haus ein Flur mit kleiner (Sommer)küche und zwei Zimmer hergestellt. Im Flur ist ein Einbauschrank erhalten. Es besteht Originalstuckarbeit auf den Decken, in der Mitte steht ein Kachelofen, dessen Facetten sich an jedes Zimmer anschließen. Im Hof befinden sich die Restelemente eines Schuppens, der vermutlich als Holzschuppen genutzt wurde. Ferner bestehen die Restteile eines Kellers, der verfällt und deswegen nicht mehr genutzt wird. Es sind keine weiteren Bauten vorhanden. Es gibt eine Karteikarte mit der Geschichte des Hauses.
Wohnhaus / Schkolnaja Str. 19.
Historisches Denkmal. Städtebauliches und Architekturdenkmal. Baujahr: evtl. 1909. Holzhaus, hat z.Zt. zwei Besitzer. Satteldach. Es sind Fensterumrandungen und Fensterladen in Originalform erhalten, sind hellblau angestrichen. Heute hat das Haus ein Hochfundament, laut Angaben eines Besitzers stand das Haus früher auf Pfählen. Das Haus hat moderne Anbauten, ein alter Keller wird auch heute genutzt. Früher gab es am Haus eine Tafel mit Angabe des Fertigstellungsdatums, daher behauptet der Besitzer, das Haus sei 104 Jahre alt.