Nikolajewka
Nikolajewka
Altai-Region
Geschichte der Siedlung
NIKOLAJEWKA, lutherisches Dorf, gegründet 1907. Gehörte vor 1917 zum Ujesd Barnaul, Gouvernement Tomsk (Wolost Slawgorod), in der Sowjetzeit – Region Altai, Rayon Blagoweschtschenka. Ist zurzeit Zentrum des Landrats Nikolajewka des Deutschen Nationalrayons. Liegt 24 km nördlich von Slawgorod.
Einwohner: 1350 (1989), 1390 (1991), 1288 (1995; 66% deutschstämmig), 1316 (2006), 1249 (2014).
1928 entstand die erste Kommune (Vorsitzender: M.J. Gontscharow). 1930 wurde die landwirtschaftliche Genossenschaft „Trudowik“ gegründet, die 36 Gehöfte und ca. 400 ha Land umfasste.
1957 wurden die beiden Kolchosen „Tschapajew“ und „Tschkalow“, die ihrerseits vorhin sieben Wirtschaften vereinigten, zur Kolchose „Pobeda“ (Sieg) zusammengeschlossen. 1992 wurde die Kolchose als staatlicher Rasseviehzuchtbetrieb für rote Steppenrasse der Kühe registriert, am 2. Dezember 2002 wurde die landwirtschaftliche Genossenschaft „Rasseviehzuchtkolchose „Pobeda““ angemeldet. Im Dorf entstanden ein großer Viehzuchtkomplex, eine Werkhalle für Futterherstellung, ein ingenieurtechnischer Komplex mit beheiztem Standplatz, Maschinenhof, Kornreinigungsanlage. Als Nebenproduktionen bestanden Ziegelei, Mühle, Graupenmühle, Buttereiwerk, eine Werkhalle für Rohfellproduktion.
Das Dorf umfasst 474 Gehöfte (2014), 404 Häuser mit allem Komfort (2008), 26 leer stehende und verlassene Häuser (Stand: März 2014). Es gibt Mittelschule, Kindergarten, Poliklinik, Kulturhaus, Bibliothek, Zentrum der deutschen Kultur, Postamt, Einkaufszentrum, Verwaltungsgebäude, Verwaltung der Kolchose „Pobeda“, Bäckerei, Kantine, Cafe. 2002 wurde vom Zentrum der deutschen Kultur die Gründung eines Museums über das Bauernleben initiiert. Darin sind die Dokumente, Gegenstände aus der Inneneinrichtung und dem Bauernleben zusammengebracht. Im Dorf wurde die größte Gedenkstätte des Rayons zu Ehren der im Großen Vaterländischen Krieg gefallenen Soldaten errichtet.
Quellen:
1) Немцы Алтая (справ.-библиограф. сб.) / Под общ. ред. В.И. Матиса. – Барнаул, 2008. – С. 308–309.
2) Немцы России: населенные пункты и места поселения: энцикл. словарь / Сост. В.Ф. Дизендорф. – М.: ЭРН, 2006 [с доп. 2009 г.] // http://www.wolgadeutsche.net/diesendorf/Ortslexikon.php