Sameletjonowka

Gebiet Omsk

Geschichte der Siedlung

SAMELETJONOWKA (auch Samaletjonowskij), lutherisches Dorf, gegründet von den Aussiedlern aus dem Gouvernement Wolhynnien, liegt  55 km nordwestlich von Omsk. Gehörte bis 1917 г. zum Ujesd Tjukalinsk, Gouvernement Tobolsk (Wolost Ljubino), in der Sowjetzeit und bis heute: Gebiet Omsk, Rayon Ljubino. Zentrum der Landsiedlung Sameletjonowka, zu der das Dorf Sameletjonowka sowie die Dörfer  Babajlowka, Beljaewka, Masljanowka, Pokrowka, Pomogajewka, Filatowka gehören.

Einwohner:  88 (1920), 950 (1989).

1920 hatte  das Dorf 88 Bewohner, es gab 13 Gehöfte, davon 6 deutsche Gehöfte. Die Siedlung gehörte zum Landrat Astrachanowkа und zählte 1925 143 Einwohner und 32 Haushalte. In der Sowjetzeit wurde hier die Kolchose „Engels“ gegründet. 1962 wurde ein Kulturhaus gebaut, 1967 eine neue technische Station ausgestattet, 1970  ein neues für 400 Personen ausgelegtes Gebäude der Mittelschule der Bestimmung übergeben. Es bestand  eine Gemeinde der Pfingstkirchler.  Das Dorf wurde 1977  zum Zentrum des Landrats Sameletjonowka, gehörte bis dahin zum Landrat Masljanowka.

Zurzeit hat das Dorf 12 Straßen, 245 Häuser. Es arbeiten allgemeinbildende Oberschule, Kindergarten,  Bibliothek,  Zweigstelle der Sparbank (Sberbank), Postamt, Kulturhaus, Zentrum der deutschen Kultur. Es besteht Busverbindung mit Omsk.

 Die heutige Schule besteht aus zwei Typengebäuden jeweils für Grund- und Mittelschule, einer als Lehr- und Handwerkskomplex ausgerüsteten Lehrhalle. Im ehemaligen Schulgebäude ist eine Skisektion untergebracht. Für die Schüler gibt es 23 Fachunterrichtsräume, eine Kantine für 72 Plätze, Werkstätten, ein Eishockeyspielplatz. In der Schule besteht ein Heimatmuseum, es gibt eine Exposition über Deutsche. Das Museum wurde von Tatjana  Widenejewna Alt initiiert. Hier lernen  die Kinder aus 5 Siedlungen, die hierher zum Unterricht aus ihren Dörfern Babajlowka, Pomogajewka, Filatowka, Masljanowka, Beljajewka  gefahren werden

2008 wurde neben der Schule eine Gedenkstätte „An Russlands Soldaten“  eröffnet. Die Idee und Gestaltung der Gedenkstätte stammt von  Iwan Iwanowitsch Sokolow, Teilnehmer von Kampfhandlungen in Afghanistan.

2004  wurde die GmbH „Etalon“ angemeldet (existierte bis 2010), die sich mit der Herstellung der Nahrungsprodukte befasste (Milchverarbeitung, Anbau  von Getreide,  der Hülsenfrüchte und  Pilze). Zurzeit arbeitet die Milchfabrik „Molotschnaja Reka“ (Milchfluss), die ihre Erzeugnisse unter der Firmenmarke „Sekret Firmy“ (Firmengeheimnis) vermarktet, es arbeiten einige Bauernwirtschaften und Farmbetriebe.

 

Literatur:

1) Немцы России: населенные пункты и места поселения: энцикл. словарь / Сост. В.Ф. Дизендорф. – М.: ЭРН, 2006 [с доп. 2009 г.] //  http://www.wolgadeutsche.net/diesendorf/Ortslexikon.php

2) http://ouzam.lub.obr55.ru

3) Как Замелетёновка омского сенатора выбирала // http://bk55.ru/advarticles/adv/64/