Roso-Dolina

Gebiet Omsk

Geschichte der Siedlung

ROSO-DOLINA (Roso-Dolina, Rasodolina, Rasodolina, Rosental), ein 1918 gegründetes lutherisches Dorf 63 km südwestlich von Omsk. In der Sowjetzeit gehörte es in der Folge zu Rayon Sosnowo, Nowo-Omsk, Scherbakul (Borisowskoje), Asowo,  Odessa. Zurzeit gehört es Landratsiedlung Zwetnopolje des Deutschen Nationslrayon Asowo.  

Einwohner: 280 (1920; 100% deutschstämmig), 293 (1926), 388 (1979), 374 (1989; 73% deutschstämmig), 404 (2006).

Das Dorf entstand auf den 1914 bereitgestellten Ländereien, die offensichtlich für die Anwesen vorgesehen waren. Unter den ersten Siedlern gab es die Auswanderer aus den Gouvernements Jekaterinoslaw, Wolhynnien, Samara. In den 1920er Jahren heiß der Name in ungenauer Übersetzung Rasodolina sowie Rosodolina. In der Volkszählung von 1939 wurde die Bezeichnung Roso-Dolina festgehalten. Lokale Bezeichnungen:  Nachalowka (zurückgehend auf eigenmächtige Besiedlung), Kejskuder (von Käsechutor, Käse-Anwesen, zurückgehend  auf den Käsemeister Meier).

 1920 zählte das Dorf 57 Gehöfte mit einer Einwohnerzahl von 280 Personen, es wurde ein Landrat gewählt. Seit  1924 gehört das Dorf zum Landrat Zwetnopolje. Die Aussaatfläche betrug 1922 98 Desjatin, von 44 untersuchten Haushalten hatte die Hälfte weder Pferde, noch Melkkühe,  6 Haushalte hatten kein Anbauland. Besser situiert waren die Haushalte von Isaak Graf (36 Desjatin Land, 10 Desjatin Aussaatfläche, 3 Pferde, 2 Kühe), Andrej Fabrizius (36 Desjatin Land, 10 Desjatin Aussaatfläche, 3 Pferde, 4 Kühe).  1926 lebten im Dorf  293 (alle deutschstämmig), es gab eine Primärschule.

Im März 1928 wurde die Ackerbaugenossenschaft „Proletariat“ gegründet, im Folgejahr entstand die Kolchose „Feldmann“. 1936 zählte die Kolchose 75 Gehöfte, es wurden  530 ha Getreide angebaut, es gab eine Eisenschmiede und eine Tischlerwerkstatt.

Im Januar 1952 wurde die lokale Kolchose an die Kolchose „Woroschilow“ angeschlossen (seit 1957 Kolchose „Lenin“) mit einer Zentrale in Zwetnopolje. Somit wurde Rosa-Dolina zur Brigade. In den 1960er Jahren wurden eine 8-Klassen-Schule  (1964), Bibliothek, ein Gesundheitsstützpunkt mit Geburtenhilfestelle, Handelsstätten, ein Bad eröffnet.

Seit 1992 wurde Rosa-Dolina zur Zweigstelle der AG „Zwetnopolje“. Im August  1997 wurde eine neue zweistöckige Schule eröffnet, wo Deutsch als Muttersprache unterrichtet wird. Es gibt einen Klub, ein Zentrum der deutschen Kultur, einen Privatladen, es funktioniert eine lokale Organisation der Moslems (eingetragen am 1. Juni 2011).

 

Literaturverzeichnis:

) Бетхер А.Р., Сигутов П.Т. Азовский немецкий национальный район. Краткий очерк по истории территории и населенным пунктам района. – Омск, 2003. – С. 172–175.

2) Немцы России: населенные пункты и места поселения: энцикл. словарь / Сост. В.Ф. Дизендорф. – М.: ЭРН, 2006 [с доп. 2009 г.] //  http://www.wolgadeutsche.net/diesendorf/Ortslexikon.php

3) Роза-Долина, село // http://wiki.obr55.ru/index.php?title=Роза-Долина,_село_(Азовский_район,_Омская_область)/история