Staro-Rotowka
Staro-Rotowka
Gebiet Rostow
Geschichte der Siedlung
STARO-ROTOWKA (Alt-Rotowka; auch Rotowka), 1890 auf gekauftem Land gegründetes lutherisches Dorf, dessen Gründer aus den im Bezirk Berdjansk (Gouvernement Taurien) gelegenen deutschen Kolonien stammten.
Gehörte vor 1917 zum Amtsbezirk Matwejew Kurgan (Bezirk Taganrog, Gebiet des Donkosakenheers) und in sowjetischer Zeit zum Rayon Matwejew Kurgan (Gebiet Rostow). 45 km nördlich von Taganrog am linken Ufer des Flusses Mius gelegen. In heutiger Zeit Ortschaft Starorotowka. Entwicklung der Einwohnerzahlen: 450 (1905), 314 (1915), 600 (1918), 633 (davon 603 Deutsche, 1926), 571 (1941). Landfläche: 2.282 Desjatinen (1915; 52 Höfe).
Die Einwohner gehörten der lutherischen Pfarrgemeinde Taganrog an. 1927 wurde im Dorf eine eigene lutherische Kirche errichtet. Es gab eine Grundschule, die zweistöckige Dampfmühle von D. Schatz und F. Polle, die Windmühlen von T. Böhm und F. Ohm, eine Ziegelei, eine Schmiede und eine Tischlerei. In den 1920er Jahren wurde ein E-Werk gebaut. Es gab einen Genossenschaftsladen. Im Jahr 1941 wurde die gesamte deutsche Bevölkerung in den Altaj deportiert.
Quellen:
- Немцы России. Населенные пункты и места поселения: энцикл. словарь. / Сост. В.Ф. Дизендорф. 3-е перераб. Интернет-издание. – 2011.
- Староротовка: немцы и русские, век двадцатый // http://samlib.ru/s/stolbowskaja_a/starorotowkanemcyirusskiewekhh.shtml