Olgenfeld
Olgenfeld
Gebiet Rostow
Geschichte der Siedlung
OLGENFELD (Popowa, Tschepelewka), 1866 auf eigenem Land gegründetes lutherisches Dorf, dessen Gründer vierzehn aus den Kolonien Michelstal (Gebiet Kuban) und Ribensdorf (Gouvernement Woronesch) stammende Familien waren. Der Name geht auf den Vornamen der Tochter des früheren Besitzers des Landes Engelhardt zurück.
Gehörte vor 1917 zu den Amtsbezirken Jelisowetowskaja bzw. Otradowka (Bezirk Rostow, Gebiet des Donkosakenheeres) und in sowjetischer Zeit zu den Rayonen Alexandrowka bzw. Starominskaja (Gebiet Rostow). In heutiger Zeit Siedlung Juschni (Rayon Asow, Gebiet Rostow). 85 km südwestlich von Rostow am rechten Ufer des Flusses Jeja gelegen. Entwicklung der Einwohnerzahlen: 739 (davon 586 Deutsche, 1897), 539 (1904), 277 (1915), 605 (1920), 622 (davon 590 Deutsche, 1926). Landfläche: 534 Desjatinen (1915; 52 Höfe).
Die Dorfbewohner gehörten der lutherischen Pfarrgemeinde Taganrog-Jeisk an. 1926 gab es im Dorf eine Dampf- und mehrere Windmühlen, eine Ziegelei, eine Zucht- und Saatgutgenossenschaft sowie eine Grundschule und einen Dorfsowjet. Im Jahr 1941 wurde die gesamte deutsche Bevölkerung des Dorfes in die östlichen Landesteile der UdSSR deportiert
Quellen:
- Немцы России. Населенные пункты и места поселения: энцикл. словарь. / Сост. В.Ф. Дизендорф. 3-е перераб. Интернет-издание. – 2011.