Gnadenfeld

Gebiet Rostow

Geschichte der Siedlung

GNADENFELD (Obolonskoje), im Jahr 1884 auf eigenem Land gegründetes evangelisches Dorf, dessen Gründer aus den bei Berdjansk gelegenen deutschen Kolonien stammten.

Gehörte vor 1917 zum Amtsbezirk Fjodorowka (Bezirk Taganrog, Gebiet des Donkosakenheers) und in sowjetischer Zeit zu den Rayonen Fjodorowka, Neklinowka, Matwejew Kurgan bzw. Taganrog (Gebiet Rostow). In heutiger Zeit Ortschaft Obolonskoje (Rayon Neklinowka, Gebiet Rostow). 50 km nordwestlich von Taganrog gelegen. Entwicklung der Einwohnerzahlen: 300 (1911), 461 (1915), 280 (1918), 332 (davon 319 Deutsche, 1926), 264 (1941). Landfläche: 2.382 Desjatinen (1915; 39 Höfe).

Die Bewohner gehörten der evangelischen Pfarrgemeinde Ostheim an. 1926 gab es im Dorf eine Grundschule, zwei Windmühlen und eine Ziegelei. Im Jahr 1941 wurde die gesamte deutsche Bevölkerung des Dorfes in die östlichen Landesteile der UdSSR deportiert.

 

Quellen:

  • Немцы России. Населенные пункты и места поселения: энцикл. словарь. / Сост. В.Ф. Дизендорф. 3-е перераб. Интернет-издание. – 2011.