Bischlerowka
Bischlerowka
Gebiet Rostow
Geschichte der Siedlung
BISCHLEROWKA (Gruskaja), im Jahr 1909 von dem Kolonisten und Landbesitzer Adolf Bischler im Bezirk Taganrog (Gebiet des Donkosakenheers) gegründetes evangelisches Dorf. Gehörte vor 1917 zum Amtsbezirk Uspenka (Bezirk Taganrog, Gebiet des Donkosakenheeres) und in sowjetischer Zeit zum Rayon Kujbyschewo (Golodajewka) bzw. zum Rayon Matwejew Kurgan (Gebiet Rostow). 65 km nordwestlich von Taganrog gelegen. Entwicklung der Einwohnerzahlen: 158 (1915), 300 (1918), 278 (davon 255 Deutsche, 1926). Landfläche: 2.375 Desjatinen (1915; 23 Höfe).
Zur Zeit der Revolution von 1905 wurde das in der Kolonie gelegene Gut A. Bischlers von aus der Siedlung Uspenka kommenden Pachtbauern geplündert. 1915 wurde die Kolonie in Gruskaja umbenannt. In den Jahren des Bürgerkriegs (1918-20) war das Dorf mehrfach Angriffen verschiedener Banden sowie den von den Sonderorganen der neuen Machthaber durchgeführten Requirierungsmaßnahmen ausgesetzt. 1926 gab es im Dorf eine Grundschule, eine Lesehütte und einen Genossenschaftsladen.
Im Jahr 1941 wurde die gesamte deutsche Bevölkerung in die östlichen Landesteile der UdSSR deportiert. Die an der sogenannten Mius-Stellung (stark befestigte Verteidigungslinie der Wehrmacht) gelegene Kolonie selbst wurde im Zuge der Kampfhandlungen zerstört und niedergebrannt.
Quellen:
- Немцы России. Населенные пункты и места поселения: энцикл. словарь. / Сост. В.Ф. Дизендорф. 3-е перераб. Интернет-издание. – 2011.
- Терещенко А.Г., Черненко А.Л. Российские немцы на Юге России и Кавказе. Энциклопедический справочник. Ростов н/Д ; ООО Ростиздат, 2000.