Balabanowka
Balabanowka
Gebiet Rostow
Geschichte der Siedlung
BALABANOWKA (Balabanowsfeld; auch Eigental), im Jahr 1888 auf bei dem Rostower Kaufmann M.I. Balabanow gekauftem Land gegründetes lutherisches Dorf, dessen Gründer aus der im Gouvernement Woronesch gelegenen Kolonie Ribensdorf stammten.
Gehörte vor 1917 zum Amtsbezirk Ternowka (Bezirk Donez, Gebiet des Kosakenheers) und in sowjetischer Zeit zu den Rayonen Maltschewskaja, Millerowo bzw. Kriworoschje (Gebiet Rostow). 30 km nordöstlich von Millerowo am linken Ufer des Flusses Kalitwa gelegen. Entwicklung der Einwohnerzahlen: 418 (1904), 546 (1915), 495 (1920), 514 (davon 417 Deutsche, 1926). Landfläche: 3.005 Desjatinen (1909), 2.290 Desjatinen (1915; 61 Höfe).
Die Bewohner gehörten der lutherischen Pfarrgemeinde Rostow-Rynowka an. Die Gottesdienste wurden im örtlichen Bethaus abgehalten. Es gab eine Grundschule. Im Jahr 1915 wurde die Kolonie in Balabanowka umbenannt.
In sowjetischer Zeit gab es im Ort die Kolchose „Lenintal Nr. 2“, eine Vierklassen- und von 1934 an eine Fünfklassenschule, eine Molkerei und eine Ziegelei. Im Jahr 1941 wurde die gesamte in der Ortschaft ansässige deutsche Bevölkerung (42 Familien) in die östlichen Landesteile der UdSSR deportiert. Im August 1967 wurde die Ortschaft endgültig aufgegeben.
Quellen:
- Немцы России. Населенные пункты и места поселения: энцикл. словарь. / Сост. В.Ф. Дизендорф. 3-е перераб. Интернет-издание. – 2011.
- Терещенко А.Г., Черненко А.Л. Российские немцы на Юге России и Кавказе. Энциклопедический справочник. Ростов н/Д ; ООО Ростиздат, 2000.
- Жили немцы когда-то у нас // http://millerovo161.ru/_fr/23/Nemtsy-kolonist.pdf