Olgino

Ziskaukasien

Geschichte der Siedlung

OLGINO (Tempelhof), im Jahr 1897 gegründetes mennonitisches Dorf, dessen Gründer 30 aus der alten Kolonie Tempelhof stammende Familien waren.

Gehörte vor 1917 zum Amtsbezirk Olgino (Bezirke Swjatoj Krest/ Praskoweja bzw. Alexandrow/ Pjatigorsk, Gouvernement Stawropol) und in sowjetischer Zeit zu den Rayonen Stepnoje (Solomenskoje) bzw. Woronzowo-Alexandrowskoje (Region Ordschonikidse). Heute gehört das nordwestlich von Stepnoje am Suchopadinski-Kanal gelegene Dorf Olgino zum Rayon Stepnoje (Region Stawropol).   Entwicklung der Einwohnerzahlen: 507 (1909), 379 (1918), 642 (1920), 569 (davon 521 Deutsche, 1926). Landfläche: 1.800 Desjatinen (1916; 36 Höfe).

Die Bewohner gehörten der mennonitischen Gemeinde Stawropol an.

Neben dem Getreideanbau wurde im Dorf aktiv Weinanbau und -produktion sowie Obstbau betrieben.   Die Weiterverarbeitung des Getreides erfolgte in den Mühlen von F. Radke und F.W. Tietz.

Im Jahr 1926 war das Dorf Zentrum eines Dorfsowjets. Es gab eine Grundschule (die in den 1930er Jahren zu einer Siebenklassenschule erweitert wurde), einen Laden, eine landwirtschaftliche Kreditgenossenschaft und eine Landmaschinengenossenschaft.

 

Quellen:

  • Немцы России. Населенные пункты и места поселения: энцикл. словарь. / Сост. В.Ф. Дизендорф. 3-е перераб. Интернет-издание. – 2011