Nikolajewskaja

Ziskaukasien

Geschichte der Siedlung

NIKOLAJEWSKAJA (auch Nowo-Nikolajewskaja), im Jahr 1835 von aus dem Wolgagebiet stammenden Übersiedlern gegründete lutherische Kolonie.

Gehörte vor 1917 zu den Amtsbezirken Pjatigorsk bzw. Nowogrigorjewskoje (Kreise Pjatigorsk bzw. Georgiewsk, Bezirk Nowogrigorjewskoje, Gebiet Terek) und in sowjetischer Zeit zu den Rayonen Mineralnye Wody, Gorjatschewodsk bzw. Pjatigorsk (Region Ordschonikidse). Heute gehört die 5 km nördlich von Pjatigorsk gelegene Ortschaft zum Stadtkreis Schelesnowodsk (Region Stawropol). Entwicklung der Einwohnerzahlen: 270 (1858), 373 (1874), 546 (1883), 641 (1889), 955 (davon 930 Deutsche, 1897), 1.046 (1904), 1.685 (1914), 1.997 (davon 1.516 Deutsche, 1926). Landfläche: 2.587 Desjatinen (1883), 3.143 Desjatinen (1914).

Die Bewohner von Nikolajewskaja gehörten der lutherischen Pfarrgemeinde Pjatigorsk an. Die Gottesdienste wurden in einer eigenen, im Jahr 1906 errichteten Filialkirche abgehalten.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Kolonie war eng mit den in der Region gelegenen Heilbädern verbunden. Die Bewohner belieferten deren Märkte mit Lebensmitteln und beherbergten die Gäste der nahegelegenen Kurorte.

Im Jahr 1926 war Nikolajewskaja Zentrum eines Dorfsowjets. Es gab eine Grundschule sowie einen Genossenschaftsladen. Im Zuge der Kollektivierung wurde in der Siedlung die Kolchose „Oktober-Funke“ gegründet.

Im Jahr 1941 wurde die gesamte in Nikolajewskaja ansässige deutsche Bevölkerung nach Sibirien und Kasachstan deportiert.

Im Jahr 1959 wurden die Siedlungen Nikolajewskaja und Karras zum Dorf Inosemzewo zusammengelegt, das wiederum seit Januar 1983 den Status einer Siedlung städtischen Typs innerhalb des Stadtkreises Schelesnowodsk hat.

 

Quellen:

  • Немцы России. Населенные пункты и места поселения: энцикл. словарь. / Сост. В.Ф. Дизендорф. 3-е перераб. Интернет-издание. – 2011.