Kronental

Ziskaukasien

Geschichte der Siedlung

KRONENTAL (Nemezko-Chaginskoje; Chaginskoje Nemezkoje, Deutsch-Chaginsk), im Jahr 1878 auf eigenem Land gegründetes lutherisches und baptistisches Dorf, dessen Gründer aus den deutschen Kolonien der Gouvernements Bessarabien und Tschernigow stammten.

Gehörte vor 1917 zu den Amtsbezirken Nemezko-Chaginskoje (Chaginskoje Nemezkoje, Chaginskoje) bzw. Nowy Jegorlyk (Bezirk Medweschje, Gouvernement Stawropol) und in sowjetischer Zeit zum Rayon Woronzowo-Nikolajewskoje (Salsk) sowie nach 1924 zu den Rayonen (Ulus) Jaschalta, Sapadny bzw. Bolschije Derbety (Kalmückische ASSR). In heutiger Zeit gehört das 150 km westlich von Elista gelegene Dorf Uljanowskoje zum Rayon Jaschalta (Republik Kalmückien). Entwicklung der Einwohnerzahlen: 432 (1880), 1.558 (davon 1.504 Deutsche, 1897), 2.768 (1909), 1.962 (1916), 2.387 (1920), 1.876 (1925), 1.677 (1936). Landfläche: 4.708 Desjatinen (1915).

Die Bewohner gehörten größtenteils der lutherischen Pfarrgemeinde Stawropol an.

Im Zuge der Kollektivierung wurden im Dorf drei Kolchosen gegründet: „R. Luxemburg“, „K. Marx“ und „W. Molotow“. Im Jahr 1936 wurde Kronental Zentrum eines Dorfsowjets.

Am 7. November 1941 wurde die gesamte deutsche Bevölkerung des Dorfes in das Gebiet Nord-Kasachstan (Kasachstan) deportiert.

 

Quellen:

  • Немцы России. Населенные пункты и места поселения: энцикл. словарь. / Сост. В.Ф. Дизендорф. 3-е перераб. Интернет-издание. – 2011