Alexanderdorf
Alexanderdorf
Ziskaukasien
Geschichte der Siedlung
ALEXANDERDORF (Alexandrowskoje; auch Alexanderfeld), im Jahr 1859 gegründetes lutherisches Dorf, dessen Gründer 34 aus den deutschen Dörfern des Wolgagebiets stammende Familien waren.
Gehörte vor 1917 zu den Kreisen Naltschik bzw. Pjatigorsk/ Georgijewsk (Bezirk Nowogrigorjewskoje, Gebiet Terek) und in sowjetischer Zeit zum Rayon Naltschik (Kabardino-Balkarische ASSR). 15 km östlich von Naltschik gelegen. Entwicklung der Einwohnerzahlen: 495 (1874), 544 (1883), 782 (1889), 848 (davon 844 Deutsche, 1897), 837 (1905), 1.651 (1914), 1.600 (1918), 1.941 (1922), 1.437 (davon 1.356 Deutsche, 1926), 1.481 (1929). Landfläche: 1.500 Desjatinen (1859), 1.785 Hektar (1929).
Die Dorfbewohner gehörten der lutherischen Pfarrgemeinde Pjatigorsk an. Zur Feier der Gottesdienste gab es im Dorf ein Bethaus, in dem auch die Grundschule untergebracht war.
In der Siedlung wurde neben dem Ackerbau auch Viehzucht, Weinanbau und Obstbau betrieben. Im Dorf gab es drei Mühlen und eine Gerberei. Im Jahr 1918 kamen 340 Flüchtlinge aus der Ukraine ins Dorf. Im Jahr 1926 war das Dorf Zentrum eines Dorfsowjets.
Quellen:
- Немцы России. Населенные пункты и места поселения: энцикл. словарь. / Сост. В.Ф. Дизендорф. 3-е перераб. Интернет-издание. – 2011.